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Installation & Montage

Spülmittelspender nachrüsten: Loch bohren in Granit- und Edelstahlspüle

Granitspüle mit Armatur in Kücheninsel
  • Ratgeber · Küche
  • Lesezeit: ca. 6 Min.
  • Aktualisiert: Oktober 2026

Ein eingebauter Spülmittelspender räumt die Spüle auf: Keine Flasche mehr am Beckenrand, keine klebrigen Ringe auf der Arbeitsplatte. Nachrüsten lässt er sich in vielen Fällen auch später. Wie aufwendig das ist, hängt vor allem vom Material der Spüle ab. Hier erfährst du, wie du die Position planst, wann du ein vorhandenes Loch nutzen kannst und was beim Bohren in Edelstahl und Granit zu beachten ist.

Auf einen Blick
  • Vorhandenes Loch nutzen: Ein freies Hahnloch oder eine vorgesehene Bohrstelle ist der einfachste Weg zum Einbauspender.
  • Edelstahl: Mit einem Handlocher für Metall (35 mm) lässt sich ein sauberes Loch ohne Bohrmaschine stanzen.
  • Granit: Nur an den vom Hersteller vorgesehenen Stellen öffnen. Eigenmächtiges Bohren kann die Spüle beschädigen und die Garantie gefährden.
  • Überzähliges Loch: Eine Blende verschließt ein Loch, das du nicht mehr brauchst.

Warum lohnt sich ein eingebauter Spülmittelspender?

Ein Einbauspender sitzt fest in der Spüle oder der Arbeitsplatte. Oben siehst du nur den Pumpkopf, der Vorratsbehälter hängt unsichtbar im Unterschrank. Das wirkt aufgeräumt und ist im Alltag praktisch.

  • Ordnung: Keine Spülmittelflasche mehr auf der Arbeitsplatte oder am Beckenrand.
  • Einhandbedienung: Ein Druck auf den Pumpkopf genügt, auch mit nassen Händen.
  • Weniger Flaschen im Blick: Der Vorrat steht unsichtbar im Unterschrank, nur der Pumpkopf bleibt sichtbar.
  • Passende Optik: Spender gibt es in vielen Oberflächen. Die Deante Aster Spender gibt es zum Beispiel in Chrom, Nero, bianco, Stahl gebürstet, Titanium, Gold und gebürstetem Gold.

Ein Spender lässt sich so passend zur Armatur wählen. Wie du Farben in der Küche stimmig kombinierst, liest du im Ratgeber Armaturen in Schwarz, Gold und Edelstahl kombinieren.

Wo sitzt der Spender am besten?

Bevor du ein Loch planst, prüfe die Position von oben und von unten. Ein Spender, der an der falschen Stelle sitzt, stört jeden Tag.

  • Gut erreichbar: Meist neben der Armatur, auf der Seite, die du beim Spülen bevorzugt nutzt.
  • Über dem Becken oder der Abtropffläche: Der Pumpkopf sollte so stehen, dass Tropfen ins Becken fallen und nicht auf die Arbeitsplatte.
  • Abstand zur Armatur: Der Hebel der Armatur und ein schwenkender Auslauf dürfen den Spender nicht berühren.
  • Platz im Unterschrank: Unter dem Loch braucht der Vorratsbehälter Raum. Er darf nicht mit Eckventilen, Flexschläuchen, Siphon oder Boiler kollidieren.

Loch bohren in Edelstahl- und Granitspüle

Vorhandenes Loch nutzen

Am einfachsten ist es, wenn deine Spüle bereits ein zweites Hahnloch hat oder eine vorgesehene Stelle für Zubehör. Viele Spülen bieten solche Optionen. Ob und wo, steht im Produktdatenblatt deiner Spüle. Ein freies Loch kannst du direkt für den Spender nutzen, sofern der Durchmesser zum Spender passt.

Edelstahlspüle: Handlocher statt Bohrer

In Edelstahl gelingt ein sauberes Loch am besten mit einem Handlocher für Metall. Dabei wird ein kleines Loch vorgebohrt, durch das die Gewindespindel gesteckt wird. Beim Anziehen stanzt der Locher das Loch gratfrei aus. Der Deante Handlocher erzeugt ein Loch mit 35 mm. Prüfe vorher im Datenblatt, welchen Lochdurchmesser dein Spender benötigt.

Granitspüle: nur an vorgesehenen Stellen

Granitspülen bestehen aus einem Verbundwerkstoff aus Quarzsand und Harz. Das Material ist hart, aber spröde. Öffne nur Stellen, die der Hersteller dafür vorsieht, und halte dich an seine Anleitung. Ein Loch mit einer Diamantbohrkrone ist zwar technisch möglich, birgt aber das Risiko von Abplatzungen und Rissen. Außerdem kann eigenmächtiges Bohren die Garantie gefährden. Im Zweifel frag beim Hersteller oder bei uns nach, bevor du ansetzt.

So montierst du den Spülmittelspender

  1. Unterschrank vorbereiten

    Unterschrank ausräumen und für Licht sorgen. Prüfe, dass unter dem geplanten Loch genug Platz für den Behälter ist.

  2. Loch herstellen oder freilegen

    Vorhandenes Loch nutzen oder bei Edelstahl mit dem Handlocher stanzen. Kanten von Spänen befreien.

  3. Spenderkopf einsetzen

    Den Kopf mit Dichtung von oben ins Loch stecken und ausrichten.

  4. Von unten befestigen

    Die Kontermutter von unten handfest anziehen, bis der Kopf fest sitzt und sich nicht mehr dreht.

  5. Behälter anschließen und befüllen

    Behälter mit Spülmittel befüllen, einschrauben und den Pumpkopf mehrmals betätigen, bis Spülmittel kommt.

Bei vielen Modellen lässt sich der Spender später von oben nachfüllen, indem du den Kopf samt Steigrohr herausziehst. Wie das bei deinem Modell funktioniert, steht in der Anleitung.

Hast du durch den Umbau ein überzähliges Loch, etwa nach dem Tausch einer Armatur, verschließt du es mit einer passenden Blende aus der Kategorie Zubehör Spüle. Sie gibt es zum Beispiel in Stahl und Nero.

Methoden im Vergleich

Situation Vorgehen Aufwand Hinweis
Freies Hahnloch vorhanden Spender direkt einsetzen Gering Durchmesser prüfen
Edelstahlspüle ohne Loch Handlocher für Metall Mittel Vorbohren, Locher gerade ansetzen
Granitspüle mit vorgesehener Stelle Nach Herstelleranleitung öffnen Mittel Nur an markierter Stelle
Granitspüle ohne vorgesehene Stelle Beim Hersteller nachfragen oder Fachbetrieb Hoch Garantie und Bruchgefahr beachten
Neue Spüle geplant Spüle mit Spender oder passender Bohrung wählen Gering Zum Beispiel Corio mit Armatur und Spender

Planst du ohnehin eine neue Spüle, lohnt ein Blick auf Kombinationen mit Armatur. Die Deante-Serie Corio gibt es zum Beispiel mit Armatur und Spender. Mehr dazu im Ratgeber Spüle mit Armatur im Set. Weitere praktische Helfer rund ums Becken stellt der Beitrag Spülenzubehör im Überblick vor.

Passende Kategorien bei mysani

Hier findest du Spender, Handlocher, Blenden und Spülen.

Häufige Fragen

Kann ich in jede Spüle einen Spülmittelspender einbauen?

Nicht in jede. Einfach ist es bei einem freien Hahnloch oder einer vorgesehenen Stelle. Edelstahlspülen lassen sich mit einem Handlocher nachrüsten. Bei Granitspülen solltest du nur an den vom Hersteller vorgesehenen Stellen öffnen.

Wie groß muss das Loch für einen Spülmittelspender sein?

Das hängt vom Modell ab und steht im Datenblatt des Spenders. Der Deante Handlocher für Metall stanzt ein Loch mit 35 mm.

Darf ich selbst in eine Granitspüle bohren?

Davon raten wir ab, wenn der Hersteller keine Stelle dafür vorsieht. Granitverbund ist spröde, beim Bohren können Risse oder Abplatzungen entstehen, und die Garantie kann erlöschen.

Was mache ich mit einem Loch, das ich nicht mehr brauche?

Ein überzähliges Loch verschließt du mit einer Blende fürs Loch im Spülbecken. Wie sie befestigt wird, steht in der Montageanleitung.

Fazit

Ein Einbauspender macht die Spüle aufgeräumter und das Spülen bequemer. Am einfachsten ist die Nachrüstung über ein vorhandenes Loch. In Edelstahl stanzt ein Handlocher ein sauberes Loch. Bei Granit gilt: nur an vorgesehenen Stellen und nach Herstelleranleitung. Plane die Position so, dass Armatur, Spender und Unterschrank-Installation sich nicht in die Quere kommen.

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Hinweis: Dieser Ratgeber ersetzt keine fachliche Beratung vor Ort. Beachte immer die Montage- und Garantiehinweise des Spülenherstellers. Maßangaben stehen im jeweiligen Produktdatenblatt.

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