
Wer sein Bad neu plant, steht früher oder später vor der Frage: offene Walk-in-Dusche oder klassische Duschkabine? Die Walk-in-Dusche wirkt luftig und modern, die Duschkabine hält Wasser und Wärme zuverlässig zusammen. Welche Lösung besser passt, hängt vor allem von Raumgröße, Nutzung und Budget ab. Hier findest du den direkten Vergleich und alle Varianten im Überblick.
- Walk-in-Dusche: Offene Dusche mit einer festen Glaswand und ohne Tür, ideal für größere Bäder.
- Duschkabine: Rundum geschlossen mit Tür, sehr guter Spritzschutz und auch für kleine Bäder geeignet.
- Platz: Eine Walk-in-Dusche braucht mehr Fläche, damit kein Spritzwasser in den Raum gelangt.
- Glas: Hochwertige Duschabtrennungen bestehen aus ESG, also Einscheibensicherheitsglas.
Was unterscheidet Walk-in-Dusche und Duschkabine?
Eine Walk-in-Dusche ist eine offene Dusche, die man ohne Tür betritt. Meist begrenzt eine einzelne, fest montierte Glaswand den Duschbereich, häufig mit Stabilisationsstange zur Wand. Sie wird oft bodengleich mit Duschrinne gebaut, lässt sich aber auch mit einer flachen Duschtasse kombinieren.
Eine Duschkabine umschließt den Duschbereich vollständig mit Glaswänden und einer Tür. Es gibt sie als Eck-, Nischen-, Fünfeck- oder Viertelkreislösung. Die Kabine hält Spritzwasser und Wasserdampf im Duschbereich und funktioniert schon auf kleiner Fläche.
Walk-in-Dusche und Duschkabine im Vergleich
| Kriterium | Walk-in-Dusche | Duschkabine |
|---|---|---|
| Platzbedarf | Eher hoch | Gering bis mittel |
| Spritzschutz | Gut bei ausreichender Länge | Sehr gut |
| Reinigung | Wenige Profile und Dichtungen | Mehr Ecken, Dichtungen und Schienen |
| Wärme | Kühler, da offen | Wärmer, Dampf bleibt drin |
| Kosten | Oft höher, vor allem bodengleich | Meist günstiger |
| Barrierefreiheit | Sehr gut, ohne Tür und Schwelle | Möglich mit bodengleicher Basis und breiter Tür |
| Optik | Offen, großzügig, modern | Klassisch bis modern, je nach Glas und Profil |
Bei den Kosten gilt: Eine einfache Duschkabine ist oft schon im unteren dreistelligen Bereich erhältlich. Große Glaslösungen oder bodengleiche Walk-in-Duschen mit Abdichtung und Duschrinne können inklusive Einbau deutlich teurer werden. Die genauen Kosten hängen stark von Maßen, Glas und Aufwand ab.
Einen Überblick über typische Kosten und den Ablauf, wenn du deine Dusche erneuern möchtest, findest du im Ratgeber Dusche erneuern.
Platzbedarf und Barrierefreiheit
Wie viel Platz braucht eine Walk-in-Dusche?
Damit das Wasser im Duschbereich bleibt, sollte die Walk-in-Dusche ausreichend lang sein. Als Faustregel gelten mindestens rund 120 cm Länge, komfortabler sind 140 cm und mehr. Je kürzer die Dusche, desto wichtiger sind eine längere Glaswand und ein Duschkopf, der vom offenen Bereich weg sprüht.
Duschkabinen für kleine Bäder
Duschkabinen gibt es schon ab 80 x 80 cm. In kleinen Bädern oder unter Dachschrägen sind sie oft die praktischere Lösung. Tipps dazu findest du im Ratgeber Duschkabine für kleines Bad und Dachschräge.
Barrierefrei duschen
Für barrierefreies Bauen nennt die DIN 18040-2 eine bodengleiche Duschfläche von mindestens 120 x 120 cm, für rollstuhlgerechte Duschen 150 x 150 cm. Eine Walk-in-Dusche erfüllt diese Anforderungen besonders leicht, weil keine Tür im Weg ist. Ergänzend sind Haltegriffe und ein Klappsitz sinnvoll.
Varianten: Seitenwand, Drehtür, Schiebetür, Falttür
- Seitenwand (Walk-in): Eine feste Glasscheibe ohne Tür. Minimalistisch, leicht zu reinigen, braucht aber Länge.
- Drehtür oder Pendeltür: Die Tür schwenkt nach außen, bei Pendeltüren in beide Richtungen. Große Einstiegsbreite, benötigt aber Platz vor der Dusche.
- Schiebetür: Die Tür gleitet auf Rollen zur Seite. Spart Platz im Raum, die Laufschienen müssen regelmäßig gereinigt werden.
- Falttür: Die Tür klappt beim Öffnen zusammen. Ideal für sehr enge Bäder, hat aber mehr Gelenke und Dichtungen.
Ersatzdichtungen, Griffe und Stabilisatoren findest du im Zubehör für Duschabtrennungen. Wie du Glas dauerhaft klar hältst, liest du im Beitrag Duschkabine aus Glas richtig pflegen.
So triffst du die richtige Entscheidung
Raum ausmessen
Prüfe, wie viel Fläche für den Duschbereich zur Verfügung steht und wo Türen aufschwenken können.
Nutzung klären
Wer duscht, wie oft und ist Barrierefreiheit heute oder später ein Thema?
Bodenaufbau prüfen
Ist eine bodengleiche Lösung möglich oder ist eine flache Duschtasse sinnvoller?
Budget festlegen
Glas, Abdichtung, Ablauf und Einbau zusammen kalkulieren.
Passende Kategorien bei mysani
Hier findest du Duschkabinen, Duschtassen und Zubehör für deine neue Dusche.
Häufige Fragen
Spritzt eine Walk-in-Dusche ins Bad?
Bei ausreichender Länge von rund 120 cm oder mehr und passender Glaswand bleibt das Wasser weitgehend im Duschbereich. Bei kurzen Walk-in-Duschen kann Spritzwasser in den Raum gelangen.
Ist eine Walk-in-Dusche teurer als eine Duschkabine?
Oft ja, vor allem bodengleich mit Abdichtung und Duschrinne. Eine einfache Duschkabine auf einer Duschtasse ist meist die günstigere Lösung.
Welche Duschkabine eignet sich für ein kleines Bad?
Für kleine Bäder eignen sich Duschkabinen mit Schiebetür oder Falttür, weil sie keinen Schwenkbereich vor der Dusche benötigen. Kabinen gibt es schon ab 80 x 80 cm.
Ist eine Walk-in-Dusche barrierefrei?
Eine bodengleiche Walk-in-Dusche ist ideal für barrierefreie Bäder. Nach DIN 18040-2 sollte die Duschfläche mindestens 120 x 120 cm groß sein, rollstuhlgerecht 150 x 150 cm.
Fazit
Die Walk-in-Dusche ist die richtige Wahl, wenn genug Platz vorhanden ist und du ein offenes, modernes und barrierearmes Bad möchtest. Die Duschkabine punktet in kleinen Bädern, hält Wärme besser und ist meist günstiger. Mit Schiebe-, Dreh- oder Falttür findest du für fast jeden Grundriss die passende Lösung. Plane bodengleiche Varianten immer gemeinsam mit einem Fachbetrieb.
Wir beraten dich kostenlos zu Walk-in-Lösungen, Duschkabinen und Duschtassen.
Hinweis: Dieser Ratgeber ersetzt keine fachliche Beratung vor Ort. Preisangaben sind grobe Richtwerte. Bodengleiche Duschen, Abdichtung und Abwasseranschluss sollten von einem Fachbetrieb ausgeführt werden.