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Bad

Badewanne oder Dusche: Was ist die bessere Wahl?

Helles Bad mit Badewanne und separater Duschkabine
  • Ratgeber · Badplanung
  • Lesezeit: ca. 7 Min.
  • Aktualisiert: Oktober 2026

Badewanne oder Dusche? Diese Frage stellt sich bei fast jeder Badsanierung, vor allem wenn der Platz nicht für beides reicht. Die richtige Antwort hängt von Raumgröße, Haushalt, Budget und deinen Gewohnheiten ab. Wir vergleichen beide Lösungen sachlich, von Wasserverbrauch und Kosten über Barrierefreiheit bis zum Wiederverkaufswert, und zeigen, welche Kombi-Lösungen es gibt.

Auf einen Blick
  • Platz: Eine Dusche kommt mit weniger Fläche aus. Eine Standardwanne misst etwa 170 x 75 cm.
  • Wasser: Ein Vollbad braucht ein Vielfaches des Wassers einer kurzen Dusche.
  • Barrierefreiheit: Eine bodengleiche Dusche ist deutlich leichter zugänglich als eine Wanne.
  • Kompromiss: Badewannenabtrennung oder Duschbadewanne verbinden beides auf einer Fläche.

Wie viel Platz brauchen Badewanne und Dusche?

Eine klassische Einbau-Badewanne misst rund 170 x 75 cm, größere Modelle 180 x 80 cm und mehr. Dazu kommt die Fläche davor, damit du bequem ein- und aussteigen kannst. Eine Dusche ist flexibler: Schon ab 80 x 80 cm ist sie möglich, angenehm wird es ab etwa 90 x 90 cm, komfortabel ab 120 x 90 cm. In kleinen Bädern gewinnt die Dusche daher fast immer Bewegungsfläche. Ideen für enge Grundrisse findest du im Ratgeber Kleines Bad modern gestalten.

Wasserverbrauch und Kosten im Vergleich

Für ein Vollbad werden je nach Wannengröße und Füllhöhe grob 120 bis 180 Liter Wasser benötigt, das meiste davon warm. Eine fünfminütige Dusche liegt mit einer sparsamen Brause bei etwa 30 bis 45 Litern, mit einer älteren Brause bei rund 60 Litern. Wer täglich duscht statt badet, spart also Wasser und Energie. Lange Regenduschen mit großen Kopfbrausen können den Vorsprung aber verringern. Wie du mit der Brause gezielt sparst, zeigt unser Ratgeber Handbrause wechseln und Wasser sparen.

Bei den Anschaffungskosten gibt es keine pauschale Antwort. Eine einfache Badewanne mit Armatur ist oft nicht teurer als eine Dusche mit Glasabtrennung. Eine bodengleiche, geflieste Dusche mit Duschrinne und Abdichtung kann dagegen deutlich mehr kosten. Entscheidend sind Ausstattung, Bauart und der Aufwand im Bestand.

Mit welchen Kosten du beim Erneuern einer Dusche rechnen solltest und wie der Ablauf aussieht, liest du im Ratgeber Dusche erneuern: Kosten und Ablauf.

Komfort, Familie und Barrierefreiheit

Komfort und Entspannung

Die Badewanne ist für viele ein Ort der Erholung, ideal für ein warmes Bad nach einem langen Tag oder bei Muskelverspannungen. Die Dusche punktet im Alltag: Sie ist schneller, hygienischer, weil das Wasser sofort abläuft, und mit einer großen Kopfbrause ebenfalls sehr komfortabel.

Familie mit Kindern

Mit kleinen Kindern ist eine Badewanne praktisch. Kinder baden gern, und das Haarewaschen ist in der Wanne oft einfacher. Wer die Wanne nur dafür braucht, sollte bedenken, dass diese Phase nach einigen Jahren vorbei ist.

Barrierefreiheit und Älterwerden

Der hohe Wannenrand wird mit zunehmendem Alter zur Hürde. Eine bodengleiche Dusche ist dagegen ohne Stufe zugänglich. Für barrierefreies Bauen nennt die DIN 18040-2 eine bodengleiche Dusche mit einer Bewegungsfläche von mindestens 120 x 120 cm, für Rollstuhlnutzer 150 x 150 cm. Haltegriffe und ein Duschsitz erhöhen die Sicherheit zusätzlich. Mehr dazu im Ratgeber Barrierefreies Bad.

Wiederverkaufswert

Für den Verkauf oder die Vermietung einer Familienwohnung kann eine Badewanne ein Pluspunkt sein, vor allem wenn es nur ein Bad gibt. In Wohnungen für Singles, Paare oder ältere Menschen ist eine komfortable Dusche oft gefragter. Ideal ist ein Bad, das beides bietet oder sich später leicht anpassen lässt.

Badewanne und Dusche im Vergleich

Kriterium Badewanne Dusche
Platzbedarf Etwa 170 x 75 cm plus Vorfläche Ab etwa 80 x 80 cm, komfortabel ab 120 x 90 cm
Wasserverbrauch Grob 120 bis 180 Liter pro Vollbad Etwa 30 bis 60 Liter bei 5 Minuten
Komfort Entspannung, Baden Schnell und alltagstauglich
Barrierefreiheit Hoher Einstieg Bodengleich möglich
Kinder Sehr praktisch Eingeschränkt
Reinigung Große Fläche, gut erreichbar Glas und Fugen regelmäßig pflegen

Wenn der Platz nur für eins reicht, musst du dich nicht zwingend entscheiden. Es gibt mehrere Lösungen, die beides verbinden:

  • Badewanne mit Abtrennung: Eine Badewannenabtrennung aus Glas macht die Wanne spritzwassergeschützt zur Dusche. Das ist die häufigste und günstigste Kombi.
  • Duschbadewanne: Eine Wanne mit verbreiterter, flacher Duschzone und oft integrierter Tür oder Glaswand. Sie bietet mehr Standfläche beim Duschen als eine normale Wanne.
  • Getrennte Lösung: Bei ausreichend Platz sind eine separate Dusche und Wanne die komfortabelste Variante.

Worauf du bei der Abtrennung achten solltest, damit beim Duschen in der Wanne kein Spritzwasser im Bad landet, erklärt der Ratgeber Badewanne mit Duschabtrennung.

Passende Kategorien bei mysani

Hier findest du Badewannen, Duschlösungen und das passende Zubehör.

Häufige Fragen

Ist Duschen günstiger als Baden?

In der Regel ja. Ein Vollbad braucht grob 120 bis 180 Liter Wasser, eine fünfminütige Dusche etwa 30 bis 60 Liter. Da das meiste davon warm ist, sparst du auch Energie.

Kann ich die Badewanne durch eine Dusche ersetzen?

Ja, das ist eine sehr häufige Sanierung. Je nach Lösung müssen Abwasseranschluss, Gefälle und Abdichtung angepasst werden. Das sollte ein Fachbetrieb übernehmen.

Senkt der Verzicht auf die Badewanne den Wert der Wohnung?

Das hängt von der Zielgruppe ab. Familien schätzen eine Wanne, vor allem bei nur einem Bad. Für Singles, Paare und ältere Menschen ist eine komfortable, bodengleiche Dusche oft attraktiver.

Was ist eine Duschbadewanne?

Eine Badewanne mit verbreiterter, flacher Duschzone und meist integrierter Glaswand oder Tür. Sie verbindet Baden und Duschen auf der Fläche einer Wanne.

Fazit

Die Dusche ist im Alltag sparsamer, schneller und barrierearm und in kleinen Bädern meist die bessere Wahl. Die Badewanne bietet Entspannung und ist für Familien mit Kindern praktisch. Wenn der Platz knapp ist, sind eine Badewannenabtrennung oder eine Duschbadewanne gute Kompromisse. Denke bei der Planung auch an die Zukunft: Ein Bad, das sich später barrierefrei anpassen lässt, bleibt lange attraktiv.

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Hinweis: Dieser Ratgeber ersetzt keine fachliche Beratung vor Ort. Verbrauchsangaben sind Richtwerte. Arbeiten an Abwasser und Abdichtung sollten von einem Fachbetrieb ausgeführt werden.

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