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Armaturen

Barrierefreies Bad: Worauf es bei Armaturen und Haltegriffen ankommt

  • Ratgeber · Bad
  • Lesezeit: ca. 7 Min.
  • Aktualisiert: Oktober 2026

Ein barrierefreies Bad bringt Sicherheit und Komfort für alle Generationen. Entscheidend sind gut bedienbare Armaturen, sicher montierte Haltegriffe, eine bodengleiche Dusche und ausreichend Bewegungsfläche. Hier erfährst du, worauf es bei der Planung ankommt und welche Maße die DIN 18040-2 empfiehlt.

Auf einen Blick
  • Armaturen: Einhebelmischer mit langem Hebel und Thermostate mit Verbrühschutz lassen sich leicht und sicher bedienen.
  • Haltegriffe: Am WC sind beidseitige Stützklappgriffe sinnvoll, in der Dusche senkrechte und waagerechte Griffe.
  • Dusche: Niveaugleich mit höchstens 2 cm Absenkung und rutschhemmendem Boden.
  • Bewegungsfläche: Mindestens 120 x 120 cm vor den Sanitärobjekten, rollstuhlgerecht 150 x 150 cm.

Die richtigen Armaturen für ein barrierefreies Bad

  • Einhebelmischer mit langem Hebel: Lassen sich mit wenig Kraft, mit dem Handrücken oder Ellenbogen bedienen.
  • Thermostat mit Verbrühschutz: Hält die Temperatur konstant und begrenzt sie auf eine sichere Höchsttemperatur. Mehr dazu im Ratgeber Thermostat oder Mischbatterie.
  • Ausziehbare Brause am Waschtisch: Erleichtert das Haarewaschen im Sitzen.
  • Handbrause an der Gleitstange: Stufenlos in der Höhe verstellbar, auch im Sitzen gut erreichbar.
  • Berührungslose Armaturen: Besonders hygienisch und für Menschen mit eingeschränkter Handkraft ideal.

Haltegriffe richtig planen

Am WC

Beidseitige Stützklappgriffe geben Halt beim Hinsetzen und Aufstehen. Sie lassen sich hochklappen, wenn sie nicht gebraucht werden. Die Sitzhöhe des WCs sollte bei 46 bis 48 cm liegen.

In der Dusche

Ein senkrechter Griff am Eingang hilft beim Ein- und Aussteigen, ein waagerechter Griff an der Wand gibt Halt beim Duschen. Ein Klappsitz oder Wandsitz ermöglicht das Duschen im Sitzen.

An der Badewanne

Ein Wannengriff auf Sitzhöhe und ein senkrechter Griff an der Wand erleichtern den Einstieg erheblich.

Wichtige Maße im Überblick

Die DIN 18040-2 beschreibt Anforderungen an barrierefreie Wohnungen. Die folgenden Werte sind wichtige Orientierungspunkte:

Bereich Barrierefrei Rollstuhlgerecht
Bewegungsfläche vor Objekten 120 x 120 cm 150 x 150 cm
Duschfläche mind. 120 x 120 cm mind. 150 x 150 cm
Absenkung Dusche höchstens 2 cm höchstens 2 cm
WC-Sitzhöhe 46 bis 48 cm 46 bis 48 cm
Waschtisch Oberkante individuell höchstens 80 cm, unterfahrbar
Stützklappgriffe am WC empfohlen beidseitig, Abstand 65 bis 70 cm

Dusche und Waschplatz

Bodengleiche Dusche

Eine stufenlose Dusche ist das Herzstück des barrierefreien Bades. Rutschhemmende Fliesen und eine Duschrinne an der Wand sorgen für Sicherheit und einen ebenen Boden. Welcher Ablauf passt, erklärt der Ratgeber Duschrinne oder Punktablauf.

Unterfahrbarer Waschtisch

Ein flacher Waschtisch mit Raumspar-Siphon lässt Platz für die Knie, auch im Sitzen oder mit Rollstuhl. Der Spiegel sollte direkt über dem Waschtisch beginnen, damit er im Sitzen und Stehen nutzbar ist.

Bedienelemente

Armaturen, Lichtschalter und Ablagen sollten in einer gut erreichbaren Höhe liegen. Eine Handbrause mit Gleitstange passt sich jeder Körpergröße an.

Passende Kategorien bei mysani

Hier findest du Armaturen und Ausstattung für ein sicheres, komfortables Bad.

Häufige Fragen

Welche Armatur ist für ältere Menschen am besten?

Einhebelmischer mit langem Hebel und Thermostate mit Verbrühschutz. Sie lassen sich mit wenig Kraft bedienen und verhindern zu heißes Wasser.

In welcher Höhe werden Haltegriffe montiert?

Waagerechte Griffe in der Dusche sitzen meist bei rund 85 cm. Stützklappgriffe am WC werden etwa 28 cm über der Sitzhöhe montiert. Senkrechte Griffe reichen von etwa 80 bis 160 cm.

Was ist der Unterschied zwischen barrierefrei und rollstuhlgerecht?

Rollstuhlgerechte Bäder erfüllen höhere Anforderungen, zum Beispiel 150 x 150 cm Bewegungsfläche statt 120 x 120 cm und einen unterfahrbaren Waschtisch.

Gibt es Zuschüsse für den barrierefreien Umbau?

Häufig ja, zum Beispiel über Förderprogramme oder bei Pflegebedürftigkeit über die Pflegekasse. Informiere dich vor Beginn der Arbeiten, welche Voraussetzungen gelten.

Fazit

Ein barrierefreies Bad ist eine Investition in Sicherheit und Komfort. Setze auf leicht bedienbare Armaturen mit Verbrühschutz, fest verschraubte Haltegriffe, eine bodengleiche Dusche und ausreichend Bewegungsfläche. Plane frühzeitig und lass dich bei Umbau und Montage fachlich unterstützen.

Du planst ein barrierefreies Bad?

Wir beraten dich kostenlos zu Armaturen, Griffen und Duschlösungen.

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Hinweis: Dieser Ratgeber ersetzt keine Fachplanung. Maßangaben sind Orientierungswerte. Für verbindliche Anforderungen und Förderungen gelten die jeweiligen Normen und Programme.

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